Gruppenpsychotherapie

Gruppenpsychotherapie

Störungsübergreifende Gruppentherapie – gemeinsam Veränderungen 
gestalten

Psychische Beschwerden wie Angst, Depression, innere Anspannung oder emotionale Überforderung treten häufig nicht isoliert auf, sondern teilen gemeinsame zugrunde liegende Muster und emotionale Verarbeitungsmechanismen. Genau hier setzt die transdiagnostische Gruppentherapie an: Sie behandelt nicht nur einzelne Diagnosen, sondern die dahinterliegenden Mechanismen – wissenschaftlich fundiert und alltagsnah (Barlow et al., 2020).

Gruppentherapie ist dabei eine besonders wirksame Behandlungsform. Studien zeigen, dass sie in vielen Fällen eine vergleichbare oder sogar höhere Wirksamkeit als Einzeltherapie erreichen kann. Der Austausch mit anderen Betroffenen ermöglicht neue Perspektiven, reduziert das Gefühl von Isolation und fördert nachhaltige Veränderungsprozesse durch gegenseitige Unterstützung und Lernen am Modell (Longley et al., 2023; Ayuso‑Bartol et al., 2024).

In der Gruppe entstehen konkrete Lern- und Erfahrungsräume: Schwierigkeiten werden gemeinsam verstanden, neue Bewältigungsstrategien direkt erprobt und Fortschritte unmittelbar erlebt. Viele Patient:innen berichten, dass gerade das Erkennen „anderen geht es ähnlich“ entlastend wirkt und Veränderung zusätzlich motiviert.

Die transdiagnostische Ausrichtung ermöglicht es zudem, unabhängig von einzelnen Diagnosen an zentralen Faktoren wie Emotionsregulation, Vermeidungsmustern, Grübeln oder Selbstwert zu arbeiten. Dadurch wird eine flexible und nachhaltige Behandlung möglich, die sich an den individuellen Bedürfnissen orientiert.

 

Ablauf

Jeder Gruppenpsychotherapie geht ein inviduelles Einzelgespräch sowie fundierte Diagnostik voraus. 

Danach erfolgt in der Regel wöchentlich eine  100-minütge Gruppensitzung.

Ergänzend zu den Gruppentherapien biete ich bei Bedarf im Verhältnis 1:4 auch Einzelgespräche an. Hierbei können individuelle Probleme und Schwierigkeiten vertieft werden.

 

 

 

 

 

Quellen:

Barlow DH, Harris BA, Eustis EH, Farchione TJ. The unified protocol for transdiagnostic treatment of emotional disorders. World Psychiatry. 2020 Jun;19(2):245-246. doi: 10.1002/wps.20748. PMID: 32394551; PMCID: PMC7215073.
 Longley, S. L., & Gleiser, T. S. (2023). Efficacy of the Unified Protocol: A systematic review and meta-analysis of randomized controlled trials. Clinical Psychology: Science and Practice, 30(2), 208–221. https://doi.org/10.1037/cps0000141 

Ayuso-Bartol, A., Gómez-Martínez, M.Á., Riesco-Matías, P. et al. Systematic Review and Meta-analysis of the Efficacy and Effectiveness of the Unified Protocol for Emotional Disorders in Group Format for Adults. Int J Ment Health Addiction 23, 3948–3974 (2025). https://doi.org/10.1007/s11469-024-01330-z

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